Unsere Weihnachtstage

Am Tag vor Heiligabend holten wir die letzte Weihnachtspost ab. Leider sind drei Pakete nicht rechtzeitig angekommen, obwohl sie bereits Anfang Dezember abgeschickt wurden. Ein wenig traurig gingen wir nach Hause. Am Mittwoch und Freitag nach dem Fest holen wir wieder die Post ab, dann ist noch mal große Freude im Haus.

Liebe Heike, nicht traurig sein, Fiona und ich nennen die Tage zwischen den Jahren „Festwoche“.
Auf dem Weg nach Hause legten wir eine Pause ein. Gundula ruhte sich auf dem Schnee sitzend vom Tragen aus. Fionas Papa hatte ein großes, schweres Paket geschickt.

24. Dezember 2011
Ums Blockhaus herum stehen viele große und kleine Tannen und Birken. Eine Tanne hatten wir uns als Weihnachtsbaum ausgesucht. Gundula kappte den Baum mit einer Handsäge.

Da lag er nun im hohen Schnee, viel zu lang fürs Wohnhzimmer und gefühlt tonnenschwer. Mit viel Kraft und Ausdauer zogen wir den Baum über den Schnee zum Haus.

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Vom Stamm sägte Gundula einen Meter ab, von der Spitze einen halben Meter. Ab der Mitte ist der Baum sehr breit. Mit viel Kraft und Geduld schleppten wir ihn durch den Flur und die Küche ins Wohnzimmer.

Unser fertig geschmückter Weihnachtsbaum


Fiona und ich waren nach dem Essen – es gab Räucherlachs, Salat, Toast und selbst gebackenes Vollkornbrot -für kurze Zeit in ihrem Zimmer, als das Glöckchen vom Santa Claus zu hören war.
Wieder verpasst, wie jedes Jahr, sie wollte doch den echten Santa Claus mal sehen!
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Unter dem Weihnachtsbaum lagen viele Geschenke, für Fiona, Gundula und für mich. Fiona packte jedes Geschenk ohne Eile aus, auch die für uns. Nach drei Stunden saßen wir müde, zufrieden und glückselig auf dem Sofa.
Es war ein wunderschöner Heiligabend, dank Fiona!
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25. Dezember 2011
Traditionelles kanadisches Weihnachtsessen: Truthahn mit Beilagen
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Turkeys

Im Superstore in Prince George standen mehrere Truhen voll mit riesigen Truthähnen.
Unser „Turkey“ wog 4,426 kilo, Kilopreis C$ 4,14. Die dicksten Turkeys wogen knapp 7 Kilo.
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Nach 2,5 Stunden im Backofen, 350 F


Die Füllung war super lecker


Gundulas Freundin Donna hat den Truthahn mit der Füllung, die Soße und die Beilagen zubereitet. Gundula hat ihr geholfen, ich habe das Rezept aufgeschrieben. Im nächsten Jahr werde ich dieses Gericht meinen Gästen zu Weihnachten anbieten, es war soooo lecker!
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Der voll gedeckte Tisch


Wir aßen Truthahnbraten, Kartoffelbrei, Möhren, Steckrüben, Süßkartoffeln, Rosenkohl und Cranberry-Gelee. Dazu gab es Wein, einen leichten Rosè.
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Gundula, Fiona und Donna

In Kanada ist es üblich, vor dem Weihnachtsessen Tischraketen aufzuziehen, die heraus geflogenen Witzzettel zu lesen und die Papierkronen auf den Kopf zu setzen. Meine Krone war orange, ich als Fotografin mal wieder nicht im Bild 😉
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Pie

Eine Nachspeise gehört auch zum tradionellen Essen, und zwar die „Pumpkin-Pie“. Davon konnten wir jeder nur noch ein Stück essen, leider, wir waren schon satt.
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Nun war es Fionas und meine Aufgabe, die Töpfe, Schüsseln, Teller, Gläser und Bestecke zu spülen, die Küche aufzuklaren. Eine anstrengende Arbeit, wie gut zu erkennen ist. Fiona musste sich dabei hinsetzen, so viel war zu tun.
Wieder ging ein schöner Tag zu Ende.
Ob wir morgen wieder Hunger haben?
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26. Dezember 2011
Heute kurz vor 08.00 Uhr weckte uns Fiona mit dem lauten Ruf:
„Ein Moose, ein Moose“! Von ihrem Fenster aus hatte sie ein Moose auf der Einfahrt stehend entdeckt. Ein Moose ähnelt dem skandinavischen Elch.

Bisher sahen wir immer nur die Moosespuren.
So ein Moose steht nicht gerne im hohen Schnee.
Es bevorzugt in diesen kalten Tagen geräumte Wege und Straßen.



Fast täglich besucht uns ein Eichhörnchen.
Es sucht die Körner, welche die Vögel beim Fressen am Futterhaus herausfallen lassen.

Über Heidi Eden

Bloggerin / Lioness / Granny AuPair 2011/2012+2015

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