Bisonfarm in Giscome

Letzten Freitag holten wir gegen Mittag Fiona von der Schule ab, der „Giscome Elementary School“. Diese Schule besuchen 16 Schüler/innen. Wir fuhren weiter nach Prince George, damit Fiona am Förderunterricht im „AimHi“ (ähnlich der Lebenshilfe in Deutschland) teilnehmen kann. Sie sollte ihre neue Brille aussuchen, und der Wocheneinkauf war zu erledigen.


Fiona mit einem Klassenfoto


Lehrerinnen-Streik in Giscome


Seit fast 12 Monaten verhandeln die Lehrer/innen in British Columbia mit der Regierung um eine bessere Bezahlung, kleinere Klassen und zusätzliches Personal für Kinder mit Förderbedarf. Es findet kein echter Unterricht statt, denn die Schulstunden haben kaum Inhalte. Es wurden keine Zeugnisse ausgestellt, keine Abiturprüfungen durchgeführt.


Letzte Woche streikten die Lehrer/innen in BC an drei Tagen. Sie standen vor den Schulen und machten so die Öffentlichkeit auf ihre Situation aufmerksam.
Fionas Lehrerinnen zeigten sich solidarisch mit den Kollegen /innen in den Städten und saßen draußen bei Minusgraden und wenig Publikum. Verlierer sind die Schüler/innen.


Auch an diesem Freitag wurde nicht unterrichtet. Die Kinder spielten oder verfolgten einen Trickfilm. Die Lehrerinnen saßen vor ihren Schreibtischen und werkelten vor sich hin. OK, es war der letzte Schultag vor den Ferien „Spring-break“.


Auf dem Weg nach Prince George, gleich hinter Giscome, liegt unweit der Straße die „Wansa-Bison-Farm“. Wir sind hingefahren, und der freundliche Eigentümer, Herr Ken Dubois, zeigte uns auf unsere Bitte hin mit Stolz seine Zuchttiere.

Herde mit 120 Bisons


Bisons vertragen bis -40 Grad Celsius

Bison-Zuchtbulle, 700 Kilo schwer


Bison - Das Fell ist streichelweich


Bison


Auch Ken Dubois hat großen Respekt vor seinen riesigen Tieren und blieb hinter der Absperrung. Er schenkte uns drei abgestreifte Hörner und das Skelett eines Bison-Schädels.

Ken Dubois, Gundula und Heidi (Fionas Foto)



Nach dem Lunch -wir aßen Sushi im Auto – hatte Fiona schnell ein neues Brillengestell ausgesucht, natürlich pinkfarben und mit kleinen Blumen an den Stegen, eine „Fräulein-Brille“. Nächsten Dienstag werden wir die neue Brille abholen.
Der Lebensmitteleinkauf wurde in Ruhe erledigt, nachdem wir Fiona zum AimHi gebracht hatten.


Danach legten Gundula und ich eine verdiente Pause bei einer wirklich guten Tasse Milchkaffe von „Tim Horton“ ein, schlenderten gemütlich durch eine Mall und fuhren danach Richtung Kerry-Street, um Fiona wieder abzuholen.
Kaum waren wir auf dem Queensway, als uns ein ziemlich lautes Geräusch aus Richtung Motor erschreckte. Nur wenige Meter weiter auf dem Gelände einer Tankstelle konnte Gundula die Fahrt abbrechen und den Notdienst anrufen, gleich unserem ADAC. Wir sollten etwa 30 Minuten warten – in knapp einer Stunde war Fiona abzuholen …… Abschleppdienst / Leihwagen / bis Montag auf Reparatur warten / Reparaturkosten / Benzinkosten der Hin- und Herfahrerei / geplante Ferienreise vergessen? Lange 30 Minuten der Ungewissheit.
Erstmal trösteten wir uns bei dem Gedanken, dass der Schaden nicht auf dem Heimweg nach Longworth aufgetreten war, kilometerweit von bewohnten Häusern entfernt und keine Handyverbindung.
Aber wir hatten großes Glück. Der Monteur kam nach einer kurzen Wartezeit mit einem gut ausgerüsteten Abschleppwagen, ließ Gundula das Auto nur einen Meter vorfahren und erkannte sofort die Ursache des Geräusches: „Only a rock“ – ein Stein war zwischen den Bremsscheiben des linken Vorderrades verklemmt.

Ein kleiner Stein war zwischen den Bremsscheiben



Es war nur ein kleiner Stein, und uns fielen große Steine vom Herzen. Alles war wieder in Ordnung, Fiona konnte pünktlich abgeholt werden und nächste Woche fahren wir in den Süden, nach Vernon in der Nähe von Vancouver. 😉 😉 😉

Über Heidi Eden

Bloggerin / Lioness / Granny AuPair 2011/2012+2015

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